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Komitee Musikschulgesetz JA  |  c/o Verband Zürcher Musikschulen VZM  |  Weberstr. 10  |  8004 Zürich  |  info[at]vzm.ch

HÄUFIGE FRAGEN

Weshalb braucht es ein neues Musikschulgesetz?

  • Das Gesetz ermöglicht allen Kinder und Jugendlichen den Zugang zur musikalischen Bildung.

  • Es sichert die Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von ihrem Wohnort.

  • Das Gesetz bildet eine klare rechtliche Grundlage für die Musikschulen und sichert die musikalische Bildung im Kanton Zürich.

  • Es regelt die Finanzierung zwischen Gemeinden, Kanton und Eltern verbindlich.

  • Es setzt den Auftrag gemäss Bundesverfassung (Art. 67a) im Kanton Zürich um.

Wie war die Musikalische Bildung bisher geregelt?

  • Bisher bestand lediglich eine Verordnung die regelt, wie sich der Kanton finanziell an den Kosten für den Musikunterricht beteiligt.

  • Dies hat zu grossen Unterschieden bei den Elternbeiträgen geführt.

  • Das Angebot war nicht verbindlich geregelt.

  • Dadurch standen den Kindern und Jugendlichen je nach Wohnort im Kanton Zürich ganz unterschiedliche Bildungsmöglichkeiten offen.

Ist der Musikunterricht heute für alle Kinder und Jugendlichen sichergestellt?

  • Die Musikschulen basieren auf Gemeindebeschlüssen – es ist erfreulich, dass auf dieser Basis flächendeckend Musikunterricht angeboten wird.

  • Die Ausbildungsmöglichkeiten sind heute im Kanton sehr verschiedenen, ebenso die Schulgelder.

  • Je nach Wohnort können Kinder und Jugendliche nur wenige Instrumente erlernen oder von einem ganz breiten Angebot profitieren. Es besteht also keine Chancengleichheit.

  • Die gesetzliche Verbindlichkeit fehlt.

Was hat an der bisherigen Regelung gefehlt?

  • Gefehlt hat eine genaue Definition der Finanzierung und der Kostenverteilung.

  • Gefehlt hat die Bestimmung, dass der Zugang zu allen Instrumenten gewährleistet werden muss.

  • Gefehlt haben Bestimmungen über die Qualitätssicherung an Musikschulen.

  • Nicht geregelt sind die Begabtenförderung, die überregionale Zusammenarbeit und die Studienvorbereitung.

Was wird im neuen Gesetz geregelt?

  • Geregelt werden:

    • Der Zugang für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

    • Die Anerkennung von Musikschulen, verbunden mit entsprechenden Qualitätsanforderungen, aber auch Planungssicherheit.

    • Die Finanzierung der Musikschulen und die Verteilung der Kosten.

    • Die Begabtenförderung, die überregionale Zusammenarbeit und die Vorbereitung auf ein Studium für besonders Begabte.

Verursacht das Gesetz Mehrkosten?

  • Das Gesetz verursacht keine Mehrkosten.

  • Es regelt aber genau, welche Kosten berücksichtigt werden und wer diese zu tragen hat.

  • Die Kosten werden weiterhin von Kanton, Gemeinden und Eltern gemeinsam getragen.

Wie ist die Kostenverteilung zwischen Eltern, Gemeinden und Kanton geregelt?

  • Im Gesetz ist ein klarer Verteilschlüssel vorgesehen.

  • Der Kanton soll 20% der Kosten tragen (wie in der Volksschule).

  • Die Erziehungsberechtigten tragen maximal 40% der Kosten.

  • Die Bezahlbarkeit ist auch für finanziell schlechter gestellte Familien fair geregelt.

  • Die Gemeinden tragen die Kosten nach Abzug der anderen Beiträge und stellen geeignete Räume zur Verfügung.

Wie war die bisherige Kostenverteilung?

  • Bisher leistete der Kanton einen Beitrag von rund 3,5%.

  • Die Erziehungsberechtigten haben maximal 50% beigetragen – allerdings sind diese Beiträge und Schulgelder im Kanton je nach Gemeinde sehr unterschiedlich.

  • Die Restkosten haben die Gemeinden getragen.

Wer wird belastet, wer entlastet?

  • Der Kanton wird etwas mehr belastet, die Gemeinden und Eltern etwas entlastet.

  • Die Bezahlbarkeit auch für finanziell schlechter gestellte Familien ist im Gesetz festgehalten.

  • Für musikalisch besonders begabte Kinder mit einem erhöhten Ausbildungsbedarf entstehen den Eltern keine Mehrkosten.

Kann sich der Kanton die Mehrkosten überhaupt leisten?

  • Die Mehrkosten für den Kanton betragen rund 23 Mio. Franken.

  • Dies entspricht im Kanton Zürich rund 0.8% der Kosten für Bildung.

Entstehen den Gemeinden Mehraufwände durch die Organisation und Aufsicht?

  • Den Gemeinden entsteht kein organisatorischer Mehraufwand.

  • Die Organisation bleibt wie bisher in der Verantwortung der Gemeinden.

  • Die Aufgabenverteilung ist aber klarer geregelt.

Können Kinder und Jugendliche aus finanziell bescheideneren Verhältnissen weiter am Musikunterricht teilnehmen?

  • Das Gesetz regelt, dass alle Jugendlichen unabhängig von den finanziellen Verhältnissen der Eltern, den Musikunterricht besuchen können.

  • Damit wird die Chancengleichheit für alle festgehalten.

Weshalb unterbreitet nicht die Bildungsdirektion den Gesetzesvorschlag?

  • Die Bildungsdirektion hat selber ein Gesetz vorgelegt, das aber vom Parlament abgelehnt wurde.

  • Die Gründe für die Ablehnung sind in der Initiative weitgehend berücksichtigt.

Weshalb wurde die Idee von Bildungsgutscheinen nicht aufgenommen?

  • Die Kantonsbeiträge werden schon heute als Schülerpauschale ausgerichtet. Dies entspricht in der Wirkung diesem Anliegen.

  • Dieses System hat sich bewährt und soll beibehalten werden.

  • Finanziert wird nicht mit der Giesskanne, sondern nur die erbrachten Leistungen.

Besteht so etwas wie «freie Schulwahl» bei den Musikschulen?

  • Es ist festgehalten, dass Jugendliche aus dem Kanton Zürich unabhängig vom Wohnort Zugang zu Musikschulen haben.

  • In der Praxis wird dies aber vor allem für begabte Jugendliche relevant sein, die weitergehende Ausbildungen erhalten sollen.

  • Das System erlaubt auch überregionale Angebote, die Synergien erzeugen.

  • So kann jede Gemeinde je nach Grösse und Nachfrage das Angebot gestalten und mit anderen Gemeinden zusammen sinnvoll bündeln.

  • Grundsätzlich ist es aber so, dass die Finanzierung den Jugendlichen folgt.

Können kleinere Musikschulen den Anforderungen für eine Akkreditierung überhaupt genügen? Oder werden diese bald verschwinden?

  • Die Musikschulen im Kanton Zürich weisen bereits heute eine hohe Qualität auf.

  • Die Anerkennung wird für alle Musikschulen, die heute einen öffentlichen Bildungsauftrag erfüllen, möglich sein.

  • Das Mindestangebot ist auf einem sinnvollen, allgemein anerkannten Niveau angesetzt und damit erreichbar.

  • Die bisherigen Zusammenschlüsse von Musikschulen erweisen sich als Vorteil.

Was bedeutet das Gesetz für die grossen Musikschulen und die Konservatorien?

  • Die grösseren Musikschulen können vom Kanton für erweiterte, überregionale Angebote einen Leistungsauftrag erhalten.

  • Auch dafür gibt es nun eine gesetzliche Basis.

  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus dem ganzen Kanton erhalten Zugang zu diesen Angeboten.

Erzwingt das Gesetz weitere Zusammenschlüsse?

  • Das Gesetz erzwingt keine strukturellen Anpassungen.

  • Die Angebotssteuerung erfolgt weiterhin vor allem durch die Gemeinden.

Werden besonders begabte Kinder und Jugendliche gefördert?

  • Ja – besonders Begabte werden gefördert. Damit wird der Bundesverfassungsartikel «musikalische Bildung» im Kanton Zürich umgesetzt, zu welchem 2012 über 72% der Stimmbevölkerung Ja gesagt haben.

  • Kinder und Jugendliche mit herausragender Begabung und Berufsperspektive werden auf ein Musikstudium vorbereitet.

Entsteht durch dieses Gesetz eine neue Konkurrenzsituation für die Vereine?

  • Am Zusammenwirken zwischen Vereinen und Musikschulen ändert das Gesetz nichts.

  • Im Gegenteil fördert das Gesetz die Zusammenarbeit.

Wer steuert das Angebot?

  • Im Rahmen des Gesetzes steuern die Gemeinden das Angebot.

  • Die Gemeindeautonomie wird gestärkt und fördert die Vielfalt.

Wieso braucht es diese Initiative? Wir haben doch bereits einmal darüber abgestimmt!

  • Die verschiedenen föderalen Ebenen sind zu beachten.

  • Die letzte Abstimmung hat den Art. 67a «Musikalische Bildung» in der Bundesverfassung festgeschrieben.

  • Mit der Initiative wird nun die Umsetzung im Kanton Zürich gesichert.

  • Das kantonale Gesetz nützt den Spielraum für ein starkes, ausgewogenes kantonales Gesetz ohne Einflussnahme durch den Bund in die kantonale Bildungshoheit.

UNTERSTÜTZEN

Das Initiativkomitee freut sich über jede Form der Unterstützung.

 

 

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